Die Zeit vergeht…

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Wie hält man Erinnerungen am besten fest?

Der Speicher meines Smartphones platzt aus allen Nähten und wurde dabei schon einige Male gelehrt. Jeder Moment wird mit einem Video oder Foto festgehalten…Wichtiges und auch weniger Wichtiges.

Unzählige Bilder von Spielplatzbesuchen…beim Eis essen…am See…immer mit der Absicht den Moment festzuhalten.

Das schnelle Zücken des Smartphones hat bei mir deutlich nachgelassen. Ich versuche in dem Moment da zu sein…voll und ganz und kein Foto davon zu machen das mir später vermittelt ich wäre tatsächlich dort gewesen.

Wobei ich schon sagen muss, dass mir Erinnerungen dank Bildern leichter fallen. Ein gesundes Maß ist glaube ich ein guter Weg.

Notiz an mich: das Thema Scrapbooking könnte man tatsächlich nochmal näher betrachten. Eine gute Mischung aus Bild und Text die auch die Emotionen und Gedanken dahinter festhält.

Wir heute…

Ganz Deutschland schwitzt aktuell und wir schwitzen auch!
Unsere Nachmittage verbringen wir (meist mit Besuch von Freundinnen und deren Kindern) im Garten. Dort sind neben dem großen Planschbecken auch eine Wasserrutsche und ein Wasserspritzspiel aufgebaut. Meistens enden die Nachmittage damit, dass das Wasser aus dem Planschbecken im Sandkasten landet und die Kinder bevor sie ins Haus dürfen erstmal mit dem Gartenschlauch abgespritzt werden.

Im Oktober 2017 bin ich offiziell aus der Elternzeit rausgekommen. Das Jahr vorher habe ich bereits mit 20 Stunden Teilzeit in Elternzeit für meinen letzten Chef gearbeitet. Hier wurde damals extra für mich eine Stelle für ein Jahr genehmigt.

Nun und ab Oktober 2017 gab es diese Stelle nicht mehr und die Personalabteilung steckte mich (das ist ihr gutes Recht) in eine andere Abteilung die gerade jemanden brauchte.
Ein komplett neuer Bereich mit Aufgaben die ich noch nie vor mir hatte. Ich wollte mich der Herausforderung stellen (eine andere Wahl hatte ich eh nicht) und trat die Stelle an.
Beim Vorgespräch mit dem Chef wurde mir schon gesagt, dass die Einarbeitungszeit ein halbes Jahr bis Jahr dauern kann weil die Aufgaben technisch sehr anspruchsvoll sind.

Nun gut, ich fing an und stellte bald fest…hier werde ich nicht alt! Der Chef ist unfähig das Team zu führen…das Team ist an allen Fronten überlastet…die in diesem Fall dringend nötige Einarbeitung fand Bruchstückartig nur in den ersten paar Monaten statt.

Meine Devise lautete durchhalten und schauen was sich intern ergibt.

Und es ergab sich tatsächlich was.

Seit Juli 2018 arbeite ich wieder als Teamassistenz und bin einfach nur happy.

Hier bin ich in meinem gewohnten Arbeitsumfeld. Kann Aufgaben schnell erledigen und Dinge hinterfrage…weil ich eine Ahnung davon habe was ich da tu!

Und das Beste…ich bin im Mutterkonzern und habe somit ein besseres Grundeinkommen und Leistungen die es in der Tochtergesellschaft nicht gab.

Meine 19 Wochenstunden teile ich mir momentan auf vier Tage (Mo-Do) auf.

Beginne meistens um 7 Uhr (sehe somit morgens immer die Kinder) und arbeite bis 12 Uhr.

Ich habe mich soweit organisiert, dass ich in der Zeit von 12.15 Uhr – 13.15 Uhr (ich habe einen Heimweg von 10 Minuten) entweder was im Haushalt mache oder schon mal das Abendessen koche.

Danach habe ich je nachdem wie schnell ich geputzt bzw. gekocht habe noch Zeit in Ruhe zu Essen und kurz durchzuatmen bevor ich um 14.15 Uhr zum Kindergarten aufbreche.

Für viele wäre meine feste Struktur zu steif. Für mich ist sie perfekt. Ich bin sogar so weit gegangen, dass es feste Tage für bestimmte Tätigkeiten/Essen gibt.

Den ab September werden unsere Nachmittage und Abende etwas voller…die Kinder gehen dann zum Schwimmen und weiterhin zur Musik.
Der Bär fängt mit Aikido an (uns wurde in einem Gespräch mit dem Kindergarten und unabhängig davon auch vom Kinderarzt empfohlen, für ihn etwas zu suchen, das er ohne die Maus macht.)

Und nachdem der Bär ja was alleine machen darf, wollte das die Maus natürlich auch. Sie entschied sich fürs Ballett.

Durch die zunehmenden Aktivitäten brauche ich diese Ordnung sonst fliegt mir hier alles um die Ohren.

Und ja, ich habe mir auch Gedanken gemacht, ob drei Nachmittagsaktivitäten für ein vier jähriges Kind nicht zu viel ist…wir werden es sehen. Zur Not muss die musikalische Früherziehung weichen.

Wir lassen das jetzt einfach mal auf uns zukommen.

Und damit der Alltag auch stressfrei funktioniert versuche ich eben Putzen und Kochen zu erledigen bevor ich die Kinder hole. So können wir ganz ohne Zeitdruck den Nachmittag verbringen. Manchmal brauchen wir für die Strecke von eigentlich 10 Minuten auch schon mal eine oder eineinhalb Stunden. Auf unserem Heimweg liegen zwei Parks, in dem einen gibt es einen Teich mit Goldfischen, einen großen Springbrunnen und einen Kletterbaum. Im Zweiten viel Platz zum Toben und einen Spielplatz. Und das kann ich alles nur so ohne Zeitdruck machen, wenn ich vorher alles erledigt habe.

Uns sonst so…

Manchmal wenn ich so durch unsere Wohnung gehe bleibt mein Blick kurz an bestimmten Dingen hängen.
Die Blumenvase auf dem Esstisch…

Die Süßigkeitenschale auf der Kommode…

Das Shampoo im Bad…

Der Receiver unter dem Fernseher…

All diese Dinge stehen einfach da. Sind in Reichweite der Kinder. Und stehe einfach da! Da wird mir immer wieder bewusst wie groß sie schon geworden sind.

Aber sie sind nicht einfach nur groß geworden, ihre Ansprüche sind auch gewachsen.
Ansprüche an ihre Umgebung, an uns Eltern und auch an sich selbst.
Das ist manchmal eine große Herausforderung diesen Ansprüchen gerecht zu werden.

Sie wissen mittlerweile ganz genau was sie wie und wann wollen…meistens wollen sie es sofort.

Und die unterschiedlichen Persönlichkeiten kommen immer mehr zum Vorschein.

Die Maus kann z.B. nach einem Trotzanfall schnell wieder runterkommen und entschuldigt sich sogar noch für ihren Aussetzer (obwohl ich das nicht verlange…ich sage dann immer es ist ok)

Der Bär tut sich da schon etwas schwerer mit dem abkühlen. Er zieht sich dann meistens in sein Zimmer zurück uns schmollt.

Allerdings lassen sich beide, nach oder manchmal auch während eines solchen Gewitters, mit Liebe, Geduld und einem Lächeln wieder besänftigen.

Sie sind beide nach wie vor sehr neugierig und aufgeweckt. Toben gerne, sind super Kletterer und sehr umgänglich. Auf dem Spielplatz sprechen sie oft andere Kinder an und spielen zusammen.

Manchmal erfinden sie irgendwelche Geschichten und wir Eltern müssen dann immer genau hinhören um herauszufinden ob es nur erfunden ist oder tatsächlich wahr.

So z.B. erst diese Woche geschehen. Die Maus erzählte mir, sie seien mit dem Kindergarten auf dem Ponyhof gewesen und sie durfte reiten…musste natürlich einen Helm tragen…mit dem Bus sind sie hingefahren und durften auf den erhöhten Sitzen sitzen. Ich war schon recht verwundert das ich das überhaupt nicht mitbekommen hatte. Spätestens als sie sagte die Jungs durften allerdings nur auf den Kühen reiten, ist sie aufgeflogen.

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Vorschulgruppe auf dem Ponyhof war. Nur gut, dass wir im September tatsächlich für einige Tage auf einen Bauernhof fahren und der auch Ponys hat.

Was mir an den Beiden sehr viel bedeutet, ist das Miteinander. Sie zanken sich natürlich auch wie alle anderen Geschwister es tun aber grundsätzlich sind sie sehr harmonisch miteinander und haben viel Spaß.

Und ich…

Seit einiger Zeit ist mir bewusstgeworden, dass sich bei mir ganz viel um meine Familie dreht und ganz wenig um mich selbst.

Ich bin ganz viel Mama und ganz wenig Lia.

Ich habe realisiert, dass es schon immer so war. Früher stand ich ganz fest unter dem elterlichen Pantoffel…Hausarbeit, Hausaufgaben, Tu dies nicht…tu das! Muss das sein? Das brauchst du nicht! Das schaffst du nicht!

Nie konnte ich wirklich herausfinden was ich tatsächlich will. Und das ging immer so weiter.

Ich hatte kein festes Hobby oder ein bestimmtes Interesse.
Jetzt mit 35 fange ich langsam an mich zu fragen was ich tatsächlich will. Worauf ich Lust habe.

Etwas das ich machen, weil ICH dabei Spaß haben könnte. Ohne einen Gedanken daran zu verschwenden ob das der Familie vielleicht auch Spaß machen könnte.

Vielleicht etwas mit Musik oder Theater oder was ganz anderes…ich bin noch eine Suchende.

Das letzte Jahr in ein paar Bildern…

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Das Leben in Bildern

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Nächste Woche werden sie tatsächlich schon DREI!
Der dritte Geburtstag ist wie ich finde ein Meilenstein. Sie haben das Kindergartenalter offiziell erreicht. Viele Aktivitäten dürfen sie jetzt auch offiziell ohne Mama machen (Musikkurs zum Beispiel).
Manchmal wenn ich am Fenster stehe und zusehe wie die Beiden ganz alleine im Hof Laufrad fahren oder im Garten spielen – kann ich kaum glauben wie sie so schnell so groß werden konnten.

Auch das Miteinander ist wirklich toll. Letzens hat die Maus einfach so gesagt…am liebsten spiele ich mit meinem Bruder! Hach, da geht das Mutterherz auf.

Hier ein paar Bilder aus den letzten Wochen

 

Sie wollen auch immer ganz viel mithelfen…

 

Mal und Bastelaktionen werden immer besser…das Wasser bleibt im Becher und die Farbe größtenteils auf dem Blatt.
Auch die Motive sind immer deutlicher zu erkennen.
In diesem Fall hat der Bär Fische und die Maus eine Prinzessin und eine Sonne gemalt.

 

Die große Maus…

 

Der große Bär…

 

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Mittagsschlaf – Mittagsruhe

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Vor zwei Wochen noch haben mich die Kinder an den Rand der Verzweiflung gebracht. Kurz nach meinem letzten Post hat sich der Sturm wieder etwas gelegt – zum Glück!
Vielleicht liegt es auch ein wenig daran das ich (wir) eine Entscheidung getroffen haben. Wir haben den Mittagsschlaf abgeschafft! Ich konnte und wollte die Kinder einfach nicht mehr dazu „zwingen“.
H. hätte eigentlich schon gerne ein Schläfchen gemacht aber M. war meistens top fit. Und sie alleine zum schlafen zu bewegen war schier unmöglich. Und dann war ja da auch noch mein Bedürfnis nach einer Pause. Das alles zusammen hat mich manchmal äußerst reizbar gemacht…was sich natürlich auf die Beiden übertragen hat.
Und dann sagte ich zu K. ich will das nicht mehr! Ich will sie nicht zu etwas zwingen von dem ich zwar weiß, dass es ihnen gut tut aber wogegen sie sich so sehr wehren.
Jetzt haben wir eine Mittagsruhe. Die Kinder bleiben (das tut sie meistens tatsächlich) für eine halbe Stunde bis Stunde in ihrem Zimmer. Sie dürfen Bücher anschauen und spielen. Es wird aber nicht getobt und gebrüllt. Meistens klappt das auch ganz gut.
In dieser Zeit schaffe ich es auch kurz durch zu atmen und in Ruhe zu essen.

Wir sind jetzt auch viel flexibler was unsere Nachmittagsaktivitäten betrifft. Wir sind bereits ab 14 Uhr startklar für neue Abenteuer. Wenn ich bisher was ausgemacht habe dann nie vor 15.30 Uhr. Und dann hatte ich immer Stress die Kinder früh genug ins Bett zu bekommen um sie dann wieder rechtzeitig wecken zu können.
Jetzt fällt das alles weg – und das macht vieles einfacher.

Und weil ihnen der Schlaf Mittags fehlt sind sie Abends früher Müde. Somit kommen sie jetzt auch (wenn Papa nicht trödelt) bereits um 19 Uhr statt 20 Uhr ins Bett.
Die Kinder haben diese Umstellung sehr gut angenommen und auch wir haben uns bereits daran gewöhnt.

 

 

 

 

Der eigene Wille

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Momentan vergeht im Hause Glück kein Tag ohne Diskussionen. Gefühlt zähle ich hundert Mal bis drei. Immer wieder muss ich mich zusammenreißen, immer wieder mich daran erinnern, dass das alles eine Phase ist – eine wichtige! Und trotz all dem Wissen, komme ich an meine Grenzen und ganz oft sitze ich da und habe ein ganz schlechtes Gefühl. Ein Gefühl nicht genug zu geben, nicht genug auf die beiden einzugehen. Aber es ist so unglaublich kräftezehrend… Wir wollen raus gehen – H. möchte sich nicht anziehen…. M. will lieber mit dem Müllauto spielen. Ich versuche es mit gutem Zureden…dann mit ermahnen…dann zähle ich bis drei, hole sie einfach und ziehe sie an. Das Abholen aus der Maxigruppe ist immer so eine Sache, wir brauche immer mindestens eine halbe Stunde bis wir tatsächlich raus sind. Ständig wird hier diskutiert, hauptsächlich die Maus legt sich mit uns an. Sie ist sprachlich und vom Kopf her einfach schon unglaublich weit und setzt das auch ein.

Egal ob es ums Anziehen geht, ums Essen, ums Aufräumen – jeden Tag wird diskutiert! Ich muss mich immer wirklich sehr zusammenreißen dabei ruhig zu bleiben. Oft gelingt es mir – manchmal auch nicht, dann werde ich laut…manchmal auch unfair. Ich bin auch nur ein Mensch, an manchen Tagen kann ich das alles gut aushalten…an manchen eben nicht.

Aber sie merken jetzt einfach dass ihre Pläne und unsere Pläne oft nicht die gleichen sind. Ich versuche sie schon immer rechtzeitig auf Situationen (wir gehen raus, gleich gibt’s essen usw) vorzubereiten damit sie ihre Pläne anpassen.

Morgen wird’s bestimmt besser… morgen!

Windelfrei ins neue Jahr

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Im Dezember habe ich ja schon das Thema Windelfrei im Kopf gehabt und dann in der Woche nach Weihnachten bin ich nochmal in mich gegangen.
Es war gerade keine Maxigruppe, sprich die Glückskinder waren entweder bei mir oder meiner Mom und somit ständig im Blickfeld.

Und dann fasste ich einfach den Entschluss!
Am 29.12.16 sagte ich Abends zu den Beiden, dass sie ja schon wirklich groß geworden sind und bereit sind ohne Windel auszukommen. Ich sagte…morgen sagen wir Tschüß!

Und das taten wir dann auch.
Am 30.12.2016 durften die Beiden ihre Windeln ausziehen in den Müll schmeißen und winken! Dann wurden die schicken Unterhöschen ausgepackt und ein neues Abenteuer hat begonnen – wir werden immer Selbstständiger.

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Die ersten Tage waren natürlich geprägt vom ständigen…musst du pieseln???? Und natürlich auch von nassen Hosen. Ich habe mich für die Variante – komplett Windelfrei – entschieden. Sprich auch nachts.
Zu Beginn habe ich fast halbstündlich gefragt ob sie müssen. Nachts habe ich mir einen Wecker gestellt und sie dann aufs Töpfchen gesetzt (wir haben eins im Bad und eins im Kinderzimmer)
Manchmal habe ich den richtigen Zeitpunkt abgepasst…manchmal einfach Glück gehabt und manchmal ging auch was daneben. Aber das gehört dazu, schließlich haben sie seit Geburt eine Windel an und kennen es einfach nicht anders als einfach loszulassen.

Was mir die ersten Tage vor allem beim Bär etwas Sorgen bereitet hat war das große Geschäft. Das war ihm einfach nicht geheuer und er hielt es zurück…so gut, dass er dann Verstopfung hatte und ich mit einem Kümmelzäpfchen nachhelfen musste.
So stand er mal in der Badewanne und rief ganz verzweifelt ich solle ihn wickeln!! Ich fragte ob er eine Windel will??? Er meinte nein wickel mich!!!
Ich hab ihn dann klatschnass aus der Wanne geholt und auf die Toilette gesetzt und wir haben uns dann alle sehr über das Ergebnis gefreut.

Heute…also einen Monat seit dem Tschüss Windel…läuft es (toi toi toi) wirklich sehr sehr gut.
Beim Bären kann ich mich an keine nasse Hose oder nasses Bett erinnern. Nachts schläft er wie immer durch und flutet dann morgens das Töpfchen.
Die Maus hat da eher einer Mädchenblase. Nachts weckt sie mich manchmal 1-2 mal weil sie muss. Manchmal schläft sie so fest das was daneben geht, das passiert vielleicht so ein mal pro Woche. Aber auch das ist in Ordnung.

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Wir sind dann mal windelfrei! Ich bin selbst überrascht wie problemlos es doch eigentlich geklappt hat. Nach einer Windel wurde auch nie mehr wieder gefragt 🙂

 

 

Neues Jahr…neue Möglichkeiten

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Meine Lieben, ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen.
Ich wünsche euch Glück, Gesundheit und vor allem Zufriedenheit. Wahrscheinlich sage ich das jedes Jahr…aber ich bin mir sicher wenn man Zufrieden ist, ist man glücklich.
Und bist du glücklich, bist du auch gesund.

Einfach mal das Leben so hinnehmen wie es ist – mit all seinen Sonnen- und Regentagen.
Dankbar sein für das was man hat. Dankbar für die Möglichkeiten die einem geboten werden. Zufrieden sein mit der Wohnung, dem Auto, dem Job und dem Partner.

Viele in meinem Umfeld würden sagen ich bin manchmal zum kot*** positiv drauf. Aber die Jenigen die mein Leben kennen, wissen es war nicht immer alles Sonnenschein. Wenn man aber versucht das dunkle im Leben zu überstrahlen dann gelingt es einem auch.

Auch ich fluche oft und bin fix und fertig nach einem harten Tag. Und dann bin ich einfach nur dankbar…dankbar für die Waschmaschine und den Trockner und das die Kinder um acht im Bett liegen.
Die Hoffnung darauf, dass der nächste Tag besser wird macht mir Mut. Und wenn es nicht der nächste Tag ist…dann halt der übernächste.

 

 

 

Unterschiede

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Meine Kinder haben sich im letzten Jahr unglaublich entwickelt, nicht nur was ihre Fähigkeiten betrifft, auch ihr Charakter hat eine Entwicklung durchgemacht.

M – Der Bär
Er ist seinen Mitmenschen gegenüber nach wie vor sehr offen. Berührungsängste kennt er nicht. Er geht auf die Menschen zu, ob er sie kennt oder nicht.
Sind wir unterwegs und sehen einen Straßenmusiker, muss ich stehen bleiben und es wird zugehört…eine Münze muss dann auch immer eingeworfen werden und M. geht oft hin und fragt ob er mitspielen kann. 🙂
Er kommt in einen Raum und ist gleich da.

Nachts schläft er nach wie vor durch…da kann die Maus noch so laut brüllen – er schläft

H – Die Maus
Kann sein, dass es daran liegt das sie von der Entwicklung her etwas weiter ist…denn sie ist ihrer Umwelt gegenüber etwas kritischer.
Sie beobachtet erst mal, braucht manchmal eine halbe Stunde bis sie ankommt. Vor allem wenn es ein Raum voller unbekannter Menschen ist und diese ihr auch noch Aufmerksamkeit schenken – da macht sie zu.
Wir waren Mitte Dezember beim Mittagessen mit Kollegen und ich habe die Kinder mitgenommen. Ich habe fast zehn Minuten gebraucht bis ich sie soweit hatte das sie überhaupt mit rein kommt. Dann lag sie weitere zehn Minuten unter dem Tisch, saß nochmal zehn Minuten im Kinderwagen. Keiner durfte sie anschauen oder ansprechen.

Das Schlafen ist bei ihr nach wie vor ein Thema. Sie verarbeitet Nachts einfach ganz intensiv. Jetzt während der Weihnachtsfeiertag, als alles so aufregend war und so viele Eindrücke auf sie niederprasselten, da hat sie ganz unruhig geschlafen und teilweise bis zu zehn mal nach mir gerufen. Mal reichte einfach nur kurz streicheln, mal wollte sie was trinken und dann sollte ich den Sternenhimmel inkl. Musik einschalten.
Am 2. Weihnachtsfeiertag war es bei uns wieder ruhiger und siehe da – die Nacht wars auch.

 

Was sich sonst noch so verändert hat….
Schnuller
Den haben wir ihnen sowieso nur nachts gegeben und irgendwann hatte ich das Gefühl sie brauchen ihn nicht mehr…es ist nur die Gewohnheit an der sie festhalten. Außerdem meinte der Kinderarzt M. hätte schon einen leichten Überbiss, nun das konnte ich jetzt nicht dem Schnuller zuschreiben denn er schlief mit dem Teil höchstens ein und verlor ihn dann eh im Laufe der Nacht.
Irgendwann um ihren 2. Geburtstag rum habe ich angefangen den Schnuller einfach abzuschneiden. H. gab ihn mir zurück und meinte ich soll ihn reparieren…
Nach ein paar Wochen und verbunden mit dem Urlaub haben wir ihn dann ganz aus unserem Leben verbannt.

Milchflasche
Bis vor kurzem gab es Abends zur Gutnachtgeschichte auch noch eine Milchflasche. Das war ganz praktisch wenn sie Abends schlecht gegessen haben, so hatte ich zumindest das Gefühl sie hätten was zu sich genommen.
Vor ungefähr eineinhalb Monaten ist mir auch hier bewusst geworden das es reine Gewohnheit ist. Und jetzt sind wir auch hier wieder ein Stückchen freier.
Wenn ich arbeiten gehe, gibt K. ihnen nach dem Aufwachen eine Milchflasche. Die dient als Überbrückung bis zum Frühstück in der Maxigruppe.
Ich bin der Meinung sie sollten die Milch nicht mehr aus der Flasche bekommen, den sie können diese genauso gut aus einem Becher in der Küche trinken.
K. weigert sich allerdings – ist es für ihn doch so viel bequemer…
Nun, im Januar hab ich Urlaub und da stellen wir das um!

Windel
Wir tragen nach wie vor Windeln. Rein vom Verständnis her wären beide definitiv schon so weit das sie ohne auskommen. Momentan weiß ich aber nicht genau wie ich das Thema anpacken soll.
Abends vor dem Zähneputzen setzten sie sich auf die Toilette und pieseln auch rein.
Vielleicht ist das auch ein Thema für meinen Urlaub im Januar….

Schlafen
Vor ein paar Monaten habe ich auch die Stäbe der Gitterbetten raus genommen. Sie konnten schon lange vorher rein und raus klettern, aber H. hat das immer so spektakulär gemacht das mir immer mulmig wurde. Also Stäbe raus.
H. schläft mittlerweile auch nur noch mit einer Decke. Sie bleibt zum Glück nachts an einem Fleck liegen und deckt sich selten auf.
M. möchte zwar auch nur noch eine Decke, er wandert allerdings nachts im Bett umher und ist spätestens nach fünf Minuten wieder aufgedeckt. Ihn legen wir ohne Schlafsack ins Bett und ziehen ihm diesen an wenn er eingeschlafen ist.
Schon interessant…das Kind das durchschläft – wandert im Bett umher, das Kind das morgens (und auch beim Mittagsschlaft) immer noch genau da liegt wo es abends eingeschlafen ist – wacht nachts öfter mal auf.

Allgemein
Wir haben auch festgestellt, dass es  langsam etwas entspannter wird – denn das Interesse an manchen Sachen lässt einfach nach.
So kann die Toilettentür auch mal offen bleiben ohne das wir Angst haben müssen jemand putzt sich mit der Klobürste die Zähne.
Die Bilderleiste die in Reihweite ist, konnte auch endlich wieder bestückt werden – die Bilder bleiben tatsächlich stehen.
Die Griffe können langsam wieder an die Schränke montiert werden.

Es wird langsam etwas leichter…